Donnerstag, 14. Mai 2020

Eisheilige?

Das LIBO lebt!

Herzlich willkommen in deiner Schule!

Wir befinden uns im Jahre 2020 n. Chr. Die ganze Schule ist von Menschen geleert... Die ganze Schule? Nein, ein von unbeugsamen Kräften bevölkerter Gebäudeteil hört nicht auf dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Standhaften, die als Besatzung in den befestigten Lagern Erste-Hilfe-Ra-um, Schulleit-um, Sekretarium und Pädagogische Um-Leitung liegen… 

Und wie sieht’s im Rest Galliens aus? Bei dir zu Hause? 

Was tun? Ab sofort findest du hier (werk-)täglich die wichtigsten Nachrichten aus dem unbeugsamen Dorf und Tipps für das besetzte Gallien… Schau doch mal rein!!!

Heute, 14.05.2020


Eisheilige?


Ja, so nennt man Pankratius, Servatius und Bonifatius, deren Namenstage am 12., 13. und 14. Mai begangen werden. Die Heilige Sophia von Rom schließt den Reigen dieser Märtyrer der alten Kirche ab. Sie gelten als Eisheilige, weil in diesen Tagen im Mai nach allgemeiner Erfahrung zum letzten Mal Frostwetterlagen eine Chance haben. So gibt es Pflanzen, die erst nach der „kalten Sophie“ am 15. Mai in den Garten gesetzt oder ausgesät werden sollen.
(Eisheilige sind also nicht die Personen, die Mitte Mai schon Eis-schleckend und Zucker-betäubt durch die Innenstadt laufen...)

Auch das noch!


Tja, und dann gibt es eben heute gleichzeitig auch den Gedenktag der Heiligen Corona!
Nein, das ist kein Scherz.
Die Dame ist etwa um 160 n. Chr. in Ägypten oder Syrien geboren worden und starb bereits im Jahr 177. Alt wurde sie wirklich nicht.
Sie wurde wegen ihres christlichen Glaubens zum Tode verurteilt.
Man hat sie als Strafe in einer üblen Prozedur durch zwei Palmen förmlich auseinandergerissen…

Die Hl. Corona, ...


die übrigens in Bayern und Österreich besonders verehrt wird, gilt als Patronin des Geldes, der Fleischer und der Schatzgräber. Es sind sogar sogenannte „Schatzhebegebete“ bekannt. Die Heilige wird angerufen um Standhaftigkeit im Glauben, bei Bitten gegen Unwetter und Missernte und zur Abwendung von (Vieh-)Seuchen.

Ich finde es spannend, dass die mir bisher unbekannte Hl. Corona ganz viel von der Angst der Menschen vor Krankheiten und anderem Unglück erzählt. Menschen suchten zu allen Zeiten nach Lösungen, um ihre Angst in Katastrophen zu bewältigen.
Geht es uns nicht auch so?
Aber so richtig elektrisierend ist doch die „Schatzhebekunst“ der Heiligen.

Was wäre, wenn jede Gefährdung auch einen Schatz für uns bereithält?


Die kirchlichen Traditionen sagen uns immer wieder:

Es gibt Trost für dich.
Es ist nicht alles verloren.
Du bist nicht allein mit deinem Unglück,
nicht allein mit deiner Angst.
Gott ist bei dir und
er hilft dir den Schatz deines Lebens zu finden!

Wenn das so ist,
dann ist der Weg gar nicht mehr so weit:

Hl. Corona, bitte für uns!