Dienstag, 12. Mai 2020

Leben geht auch anders

Das LIBO lebt!

Herzlich willkommen in deiner Schule!

Wir befinden uns im Jahre 2020 n. Chr. Die ganze Schule ist von Menschen geleert... Die ganze Schule? Nein, ein von unbeugsamen Kräften bevölkerter Gebäudeteil hört nicht auf dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Standhaften, die als Besatzung in den befestigten Lagern Erste-Hilfe-Ra-um, Schulleit-um, Sekretarium und Pädagogische Um-Leitung liegen… 

Und wie sieht’s im Rest Galliens aus? Bei dir zu Hause? 

Was tun? Ab sofort findest du hier (werk-)täglich die wichtigsten Nachrichten aus dem unbeugsamen Dorf und Tipps für das besetzte Gallien… Schau doch mal rein!!!

Heute, 13.05.2020

Von Corona lernen?


Was hat uns diese Krankheit seit über acht Wochen verändert!
Jede und jeder musste sich umstellen.

Aber durch Corona haben wir erfahren können,
was in unserem Leben wirklich wichtig ist:

Familie,
Beziehungen,
ein gutes Miteinander,
Solidarität mit Schwachen,
das alltägliche Glück.

Das ist eine schöne Entdeckung, finde ich.


Zugleich hat uns Corona auch gezeigt,
worauf es eben nicht immer so ankommt:

dass alles so kommt, wie wir es erwarten.
dass wir alles planen können.
dass wir ständig unterwegs sind.
dass wir täglich in der Schule sind.
dass wir uns alles kaufen können.
dass alles perfekt ist.
dass der Lehrplan in der Schule genau umgesetzt wird.
dass es genug Tests und Klassenarbeiten gibt, um Noten zu machen.

Leben geht auch anders.


Es lohnt sich, dies nicht zu vergessen.
Wenn sich nach und nach der Alltag in unser Leben zurückmeldet,
sollten wir uns daran erinnern.
Wir könnten es uns vornehmen.
Und wir sollten es nicht aufgeben,
auch dann, wenn wir daran scheitern.

Ist Veränderung möglich?

Ich glaube daran, dass das möglich ist.
Auch wenn wir damit leben müssen,
dass manche Veränderung viel Zeit braucht.
Das ist dann ein wenig so, wie mit dem Bären, der… aber lest selbst:

Da war einmal ein Eisbär, den haben sie im Zirkus mitgefahren. Die haben ihn aber nicht für die Vorstelllungen gebraucht, sondern nur zur Ausstellung. Er war also immer in dem Wohnwagen drin. Der war aber so eng, dass er sich nur zwei Schritte vorwärts und zwei Schritte rückwärts bewegen konnte. Dann haben sie Mitleid gehabt mit dem Eisbären und haben sich gesagt: „Den verkaufen wir jetzt in einen Zoo.“ Dort hatte er nun ein großes freies Areal. Doch auch da ging er immer zwei Schritte vor und zwei Schritte zurück. Da fragte ihn ein anderer Eisbär: „Ja, warum machst du das?“ Da sagte er: „Das kommt daher, weil ich so lange in dem Wohnwagen war.“

Ich wünsche dir, euch und Ihnen einen schönen Mittwoch!


P.S. Wage doch einfach mal den dritten Schritt!